Heulende Eiswinde - Tsasan Lithabeng

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Heulende Eiswinde - Tsasan Lithabeng

Beitrag von Storyteller am Do Jun 08, 2017 11:44 am

Rollenspielstart

Es herrschte friedliche Stille.
Das ganze Land war von einer frischen Schneeschicht bedeckt und der Wind heulte.
In einem Zelt, mitten in den Bergen, mit Sicht auf das Tal, in dem die Stadt lag, lagerte Tsasan Lithabeng mit seinem Raben, Pinna, und seinem weißen Wolf, Tassu.
Er hatte sich den windgeschütztesten Platz ausgesucht, der zu finden gewesen war.
Doch bei diesem Wetter war nur an ein Lagerfeuer nicht zu denken gewesen.
"So spare ich mir immerhin das Feuerholz.", stellte der schwarzhaarige junge Mann fest und kraulte den Wolf, der neben ihm lag.
Pinna krächzte zustimmend und putzte sich das Gefieder.
Nur wenig später beschloss die seltsam zusammengestellte Gruppe, dass es Zeit für eine gute Mütze Schlaf wurde, da sie noch einen anstrengenden Weg über die Bergstraße nach unten bis nach Sarry Lusin vor sich hatten.
Doch viel zum Schlafen kam Tsasan nicht, denn nur wenige Stunden später weckte ihn das Geheule von Tassu.
"Was ist denn los, mein Junge? Geh wieder schlafen!", murrte der blauäugige, jetzt verschlafene Mann und drehte sich in seinem Schlafsack um.
Aber Tassu gab keine Ruhe und stürmte bellend aus dem Zelt, was Pinna aufscheuchte, die sich schäkernd über die Störung beschwerte.
Nun aber doch alarmiert zog sich Tsasan seine Stiefel an und warf den Mantel über, ehe er zu seinem Schwert griff und dem weißen, riesigen Wolf hinaus folgte.
Tassu reichte seinem Herren mit dem Kopf bis an die Brust, was ihn bei Bedarf zu einem Reittier und großartigem Beschützer machte.
In letzterem zeichnete er sich gerade aus.
Der junge Mann sah sich gerade noch etwas orientierungslos um, als er ein Heulen in der Ferne vernahm, das von Tassu mit einem aggressiven Ton beantwortet wurde.
Noch immer etwas verschlafen rieb sich Tsasan die Augen und sah den Berg hinab auf das Tal.
Dabei machte er allerdings die unangenehme Entdeckung, dass in Sarry Lusin fast alle Lichter zu brennen schienen.
Leider konnte er ansonsten nichts erkennen.
Der weiße Wolf bellte nur noch ein paar Mal, wobei er zum nächsten Felsen lief, auf dem er der Stadt am nächsten war.
Erst dann kam er zu seinem Herren zurück, der sich ratlos am Hinterkopf kratzte.
"Ich hab keine Ahnung, was jetzt war.... Gehen wir wieder schlafen. Morgen können wir die Leute da unten danach befragen.", gähnte er und ging zurück ins Zelt, da der Wind den Schnee erneut intensiv zu verwehen begann.
Tssu folgte ihm, Pinna hatte das Zelt gar nicht erst verlassen und würde es auch nicht vor Sonnenaufgang tun.
Und tatsächlich verließ die Gruppe erst ihren Lagerort, als die Sonne den Pfad vor Ihnen beleuchtete.
Die Wolkendecke des Vortags hatte sich über die restliche Nacht verzogen und der Schnee glänzte im Sonnenlicht.
Das vergangene Ereignis war fürs erste vergessen und Tsasan war optimistisch, dass sie an diesem Tag ohne Zwischenfälle Sarry Lusin erreichen würden.
So machte er sich mit seinem Wolf auf, um den Pfad weiter hinab zu gehen.
Pinna zog in der Zeit ihre Kreise unf flog letzten Endes voraus.

Der Rucksack, an dem Zelt und Schlafsack befestigt waren, wog schwer auf Tsasans Rücken, während dieser seinem Wolf den Hang runter folgte.
Es herrschte jedoch extreme Rutschgefahr, da es warm genug geworden war, um aus dem Schnee Matsch werden zu lassen.
Sie befanden sich nun in einem der tiefst-gelegenen Tälern von Barapha.
Da der schwarzhaarige junge Mann jedoch beschäftigt genug war auf den weg vor sich zu achten, fiel es ihm gar nicht auf, dass Tassu den Weg verlassen und schnüffelnd einer Spur in der glitschigen Schneedecke folgte.
Erst als er Wolf bellend einer steilen Felswand entgegenlief wurde er aufmerksam.
"Tassu, was ist los? Komm wieder her!", forderte Tsasan, doch dem weißen Wolf war das ziemlich egal.
Er stellte sich kläffend auf die Hinterläufe und stemmte sich an der Felswand ab.
Seufzend stellte der junge Wanderer den schweren Rucksack ab und folgte vorsichtig seinem pelzigen Freund.
Dabei fielen ihm riesige Spuren auf.
"Sind das etwa Abdrücke von deinen Artgenossen?", wollte er wissen, doch Tassu schüttelte den Kopf und kam nun doch zu seinem Herrchen zurück.
Der verstand das nicht.
"Was soll es denn sonst sein? So große Wölfe gibt es ja auch wieder nicht..."
Weiter kam er mit seiner Überlegung nicht, denn Pinna kam krächzend herbeigeflogen und flatterte aufgeregt auf und ab um zu signalisieren, dass sie es eilig hatte, wieder dort hin zu kommen, wo auch immer sie gerade her kam.
Murrend und der Verzweiflung nahe fuhr sich Tsasan mit der behandschuhten Hand über das Gesicht.
Manchmal kosteten ihn seine tierischen Freunde eine große Portion an Nerven.
Doch er tat einfach, was sie von ihm wollten.
So schultere er wieder seinen Rucksack und machte sich etwas eiliger auf den Weg ins Tag hinab.
Das Verhalten von Pinna und Tassu kam ihm seltsam vor, so auch die Spuren, die er gesehen hatte.
Bald würde er jedoch erfahren, was los war, so hoffte er jedenfalls.
Noch musste er sich aber bis ungefähr Mittag gedulden, denn erst dann kam er in Sarry Lusin an.

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Re: Heulende Eiswinde - Tsasan Lithabeng

Beitrag von Storyteller am So Sep 17, 2017 5:50 pm

Je näher Tsasan der Stadt kam, desto schlechter wurde das Wetter.
Kalter Wind pfiff ihm um die Ohren und auch die Sicht wurde mit jedem Meter bescheidener.
Um dem etwas entgegen zu setzen, zog sich der junge Mann noch einmal den Mantel enger um den Körper und zog auch seinen Schal und seine Kapuze nach, um besser vor den Witterungen geschützt zu sein.

Wird noch fortgesetzt

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