Frisch ans Werk - Miaramila So Gordost

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Frisch ans Werk - Miaramila So Gordost

Beitrag von Storyteller am So Jun 18, 2017 2:58 pm

Rollenspielstart

Es ging gerade erst die Sonne auf, schon wieder.
Die Stadt erwachte gemütlich zum Leben, alles nach klaren Regeln und Strukturen laufend.
So lief auch das Leben für Miaramila So Gordost, der Sicherheitsagentin der Firma SUSÜD, ausgeschrieben Sicherheits- und System-Überwachungs-Dienst.
Ihr Vater, Ratnik So Gordost, war einer der ranghöchsten Mitglieder der Sicherheitsfirma und nur der Konzernbesitzer selbst, Titiro Rahivasi, stand über ihm.
Die Dame mittleren Alters war bereits vor Sonnenuntergang aus dem Bett gestiegen und mit ihrem silbernen Schwebeauto der Marke Ildo Dinamikoa zur SUSÜD geflogen.
Und gleich, nachdem Sie die Landeluke des 385ten Stockwerks erreicht hatte, wurde sie bereits von ihren Kollegen in Empfang genommen, allerdings gestresster als sonst: "Mila, du bist spät dran. Der Chef selbst kommt heute vorbei und es muss alles Tipp-Top sein."
"Und lasst mich raten, die halbe Mannschaft schläft noch.", mutmaße sie, woraufhin sie nur eine Bestätigung bekam.
Daraufhin wollte sie wissen: "Mein Vater ist noch nicht im Haus?"
"Der holt Mister Rahivasi eigenhändig ab. Wir haben nicht länger als eine Stunde."
"Dann sollten wir keine Zeit verlieren. Alle 10 Stockwerke müssen vollständig besetzt sein. Jeder hat in Uniform anzutreten und wenn ich bei meinem letzten Check auch nur einen Chaoten entdecke, sorge ich persönlich dafür, dass er nie wieder einen Fuß in die SUSÜD setzt!"
Sie vernahm ein mehrstimmiges: "Jawohl, Ma'am!", ehe ihre Kollegen ausschwärmten, um den Befehl von oben zu befolgen.
Miaramila galt als eine der Ranghöchsten, obwohl dies nur inoffiziell so war.
Ihr Vater war aber nicht der alleinige Grund für ihren Rang und Ruf.
Nein, sie galt als die wohl erfolgreichste Sicherheitsagentin, die das Haus zu bieten hatte.
So suchte man gerne ihren Rat und nahm sogar Befehle an, die nicht immer zwangsläufig mit denen der eigentlichen Chefs übereinstimmten.
Doch bisher hatte sich niemand der höheren Etage getraut, auch nur eine Ermahnung auszusprechen, denn es war allseits bekannt, dass die Familie So Gordost für die Firma Gold wert war.

Eine Dreiviertelstunde verging in voller Hektik und alles schien soweit fertig zu sein.
Miaramila war nun in ihrer Uniform anzutreffen.
Die Haare trug sie hochgesteckt, um Behinderungen zu vermeiden, die Waffe war an der vorgesehenen Halterung befestigt und das Headset mit der Direktverbindung zur zentralen Steuerung war im und am Ohr montiert.
"Bereit zur Kontrolle? Ich fange im 381sten Stock an und arbeite mich bis 391 hoch.", erklärte sie ihren Kollegen, die das bestätigten.
So nahm sie den Lift und fuhr vier Stöcke tiefer.
Im Stock 381 wimmelte es von Leuten in Anzügen und eleganten Kostümen.
Die Büro-Abteilung war bereits gerüstet, die Kaffeemaschinen arbeiten ebenso fleißig.
Die Computer waren ausnahmslos hochgefahren und überall wurde eifrig getippt, an Video-Konferenzen teilgenommen oder Unterlagen von A nach B gebracht.
Dieses Bild zog sich bis in den 384sten Stock.
Im 385ten Stock war das Flugdeck und die Waffenkammer angesiedelt.
Die dazugehörenden Simulatoren waren im 386sten Stock, Trainings- und Prüfungsräume lagen im 387ten Stock.
Schließlich war sie in den letzten vier Stockwerken, in denen die eigentlichen Einheiten angesiedelt waren.
Einheit Eins war die Einheit der Überwachung im technischen Bereich.
Im Gegensatz dazu verfügte Einheit Zwei über Spione und Detektive gleichermaßen, die vor Ort Überwachungen durchführten.
Aktive Einsätze bei Notfällen, polizeiliche Unterstützung oder die Arbeit von Bodyguards war in Einheit Drei Alltag.
Und zu Einheit Vier gehört Miaramila selbst erst seit geraumer Zeit.
Dies war die Sondereinheit.
Alles was in den Bereich Code Rot, höchste Geheimhaltung oder Ass im Ärmel lief, wurde hier durchgeführt.
Selbst bei militärischen Angelegenheiten fragte man hier immer öfter an.
Und dabei spiegelte die Tochter des ranghöchsten Mitglieds, Ratnik So Gordost, die Seele der Truppe wider.
Ihr direkter Vorgesetzter, Anis Tertal, hatte zwar mehr zu sagen, doch er konnte sich von ihr ja doch manchmal umstimmen lassen.
Und wie man schon richtig bemerkt hatte, war Miaramila eine der wenigen Frauen in den eigentlichen Einheiten.
Die meisten waren noch in Einheit Eins anzutreffen, doch dann waren sie immer seltener Vertreten.
In Einheit Vier war sie die einzige Agentin und das erfüllte sie mit Stolz.
Umso mehr galt das für den Augenblick in dem sie alles als "In Ordnung" freigab und alle nun nur mehr gespannt auf Mister Rahivasi und den Vater der Agentin warteten.
Doch die beiden Herren schienen sich Zeit zu lassen.

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Re: Frisch ans Werk - Miaramila So Gordost

Beitrag von Storyteller am Fr Sep 08, 2017 9:13 am

Erwartungsvolle Stille breitete sich im 385sten Stock aus.
Die für den Empfang ausgewählte Besetzung hatte am Flugdeck vor der, für Titiro Rahivasi reservierten, Landeluke Aufstellung bezogen und bildeten einen Gang zwischen Deck und Lift.
Niemand rührte sich, niemand sprach ein Wort, alles blieb ruhig und sämtliche Blicke hafteten au der noch immer nicht leuchtenden Warnlampe, die einen Landeanflug an die Luke ankündigte.
Die ersten, die von der Ankunft wissen würden, war daher die Flugdecküberwachung selbst, die im Büro im 384sten Stockwerk untergebracht war.
Und dann endlich, nach 20 Minuten der geduldigen Ungeduld blinkte dann endlich die Warnlampe in einem penetranten Rotton und nur wenig später öffnete sich die Sicherheitsluke zwischen Gang und dem Landeplatz.
Der Konzernbesitzer der SUSÜD betrat gemeinsam mit Agent Ratnik So Gordost die Räumlichkeit und wurde mit einem respektvollem Salut begrüßt.
Mister Rahivasi war ein ein stattlicher Herr im feinen Anzug, dem man jedoch niemals einen modernen Luxusgleiter zuschreiben würde, wie er nun in der Landeluke stand.
Ein Oldtimer hätte ihm besser gestanden.
Trotzdem bewies sein flugfähiger Untersatz Stil, den auch der Geschäftsmann selbst ausstrahlte.
Dazu kam noch eine absolute Sicherheit und Gelassenheit dazu, was man schon bei der Begrüßung heraushören konnte: "Guten Morgen, meine werten Damen und Herren! Entschuldigt, dass ich erst heute wieder meiner so loyalen Mannschaft im Hauptquartier abstatte. Wir hatten eine wichtige Umrüstung in einem der Außenstation durchzuführen. Da wollte ich persönlich zugegen sein. Ich freue mich daher umso mehr über den nun so aufmerksamen Empfang."
Anis Tertal, Chef von Einheit Vier der SUSÜD, trat vor und richtete selbst ein paar Worte an seinen Chef und auch die Abteilungsleiter der anderen Etagen und Bereiche gesellten sich dazu.
Das Empfangskomitee stand noch immer stramm und lauschte den Wortwechseln der hochrangigen Persönlichkeiten.
Schließlich setzten sich eben diese in Bewegung und gingen zum Luft, dessen Türen sich gleich nach Knopfdruck öffneten.
Bevor Mister Rahivasi jedoch den Fahrstuhl betrat, blieb er stehen, drehte sich nachdenklich um, fragte seinen Mitarbeiter des Vertrauens, Angent So Gordost im leisen Ton irgendwas und forderte dann stimmkräftig aber ohne laut zu werden: "Agentin So Gordost, wenn Sie bitte auch mitkommen."
Sofort setzte sich die Angesprochene in Bewegung, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.
Sie hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass sie bei der Begutachtung dabei sein würde.
Und es ging wirklich durch alle Stockwerke und alle Abteilungen, jeder Abschlussbericht vom letzten Stichtag wurde begutachtet und Titiro Rahivasi wirkte mehr als nur zufrieden.

Die Führung und Prüfung brauchte satte zwei Stunden und endete im Besprechungszimmer im 391sten Stockwert, den Räumlichkeiten der Einheit 4.
Die Abteilungsleiter und beide Agenten der Familie So Gordost nahmen am langen Glastisch auf weißen Drehstühlen Platz und lauschten der Rückmeldung des obersten Chefs.
Dieser sprach von möglichen Verbesserungen und drückte seine Freude über die Gesamtsituation in der Firma aus.
die positiven Rückmeldungen wurden dankend zur Kenntnis genommen, die Verbesserungsvorschläge wurden notiert und schließlich erwarteten alle, dass das Offizielle damit vorbei war.
Schließlich wurden auch tatsächlich alle wieder an die Arbeit geschickt.
Alle, bis auf die anwesenden Mitglieder der Sondereinheit, sprich Anis Tertal, Ratnik und Miaramila So Gordost.
Eine gewisse Ratlosigkeit zeichnete sich auf den Zügen des Abteilungsleisters ab, der jedoch auf eine Erklärung seines eigenen Vorgesetzten wartete.
Dieser wartete jedoch ab, bis der Raum leer war und äußerte sich dann: "Ich habe für Sie noch ein eigenes Thema aufliegen. Und zwar geht es um die letzte Mission bezüglich der Schmugglerbande 'Khar Tsusny'. Sie erinnern sich?"
"Allerdings. Wir konnten die Lieferung von unregistriertem Laborequipment und Chemikalien verhindern und die Ware sicherstellen. Die Schmuggler wurden festgenommen, nur der Empfänger hat das Feuer eröffnet und musste ausgeschaltet werden. Gibt es damit ein Problem, Sir?", nahm Agent So Gordost den Faden auf.
"Kein direktes Problem, aber eine Weiterentwicklung. Der dazu gehörende Fall liegt jedoch hier nicht auf sondern wurde einem Mitglied der Außenstelle zugesprochen, der auf die neuesten Informationen gestoßen ist. Ich möchte daher Agentin So Gordost abziehen und einem eigenen zusammengestellten Team zuordnen. Sie ist doch hoffentlich in der nächsten Zeit für Nichts relevantes vorgesehen, oder?"
Mister Tertals Blick wanderte zu seiner Mitarbeiterin und zückte seinen "Big-Data-Organizer" und checkte die angeforderten Hinterlegungen, ehe er sprach: "Es stehen nur Routineübungen mit der Truppe an."
Der Firmenchef lehnte sich zufrieden zurück und meinte: "Dann ist die Übung damit gestrichen. Agentin So Gordost, ich erwarte Sie damit Morgen Nachmittag in der Außenstation in Inham. Ratnik, du bringst sie am besten persönlich hin, damit wir uns wegen den Zutrittsberechtigungen keine weiteren Umstände machen müssen. Ich werde dir noch sämtliche Unterlagen für dich und deine Tochter zukommen lassen."
Das Team nickte nun und wurde schließlich zu einem gemeinsamen Essen in der Kantine aufgefordert, was natürlich alle drei annehmen.
Es würde wohl morgen wieder frisch ans Werk gehen.

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